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Historische Fotografie von Menschen neben Maschinen und Strohhaufen.
Recherchen

Der verlorene Garten

Die Reportage „Grădina pierdută“ von Cătălin Manole in Formula AS vom 25. Mai 2020 verfolgt die Geschichte der Musterfarm Perieți und der Familie, die sie aufgebaut hat. Die folgende Darstellung fasst das Originalmaterial zusammen, das über den Link zu Formula AS zugänglich bleibt.

Historisches fotografisches Porträt eines Mannes im Anzug.

Aureliu Popescu im Jahr 1934 — Identifizierung aus der Bildunterschrift der Originalreportage.

Die Herrin und der Herr

Historische Fotografie eines Mannes mit Hut, der auf einem Stuhl sitzt.

Aurel Popescu als Stipendiat der Rockefeller-Stiftung an der Columbia University — ursprüngliche Bildunterschrift.

Der Autor rekonstruiert Aurel Popescus Entscheidung, sich 1934 einem 400 Hektar großen Besitz im Bărăgan zu widmen, obwohl seine Laufbahn die eines hohen Staatsbeamten war. Er erinnert an Studium und Stipendien in London und den Vereinigten Staaten, an die Arbeit, mit der Aurel seine Ausbildung finanzierte, und an seine Tätigkeit als Wirtschaftsvertreter Rumäniens.

Die Geschichte der Farm ist mit seiner Beziehung zu Lelia Urdărianu verbunden, einer Malerin, die den Besitz von ihrem ersten Mann, dem Arzt Ion Stoianovici, geerbt hatte. In der Erzählung verbindet ihr Leben in Perieți Landwirtschaft, Malerei, Musik und die Anlage eines Blumengartens. Erwähnt werden auch Ileana, Lelias Tochter aus erster Ehe, und die Beziehungen der Familie zur Kultur- und Diplomatenwelt.

Die glanzvollen Jahre

Historische Fotografie einer Gruppe von Männern in Festkleidung.

Aurel Popescu, in der Mitte mit Zylinder, Handelsattaché und Wirtschaftsberater der rumänischen Gesandtschaft in Paris — ursprüngliche Bildunterschrift.

Das Material beschreibt die Entwicklung der Farm durch Kredite, Lelias Hilfe, die Zusammenarbeit mit Professoren und Agraringenieuren, Besuche europäischer Betriebe und jahrelange Saatgutauswahl. Es schildert den Anbau von mehr als 80 Gemüsesorten, die Trennung der Kulturen zur Erhaltung ihrer Reinheit und den Schutz durch Getreide und Akazienwindschutzstreifen.

Die Reportage schreibt der Farm eine wichtige Rolle bei der Produktion und Vermarktung von Gemüsesaatgut, auch im Ausland, zu und erinnert an Aurels Interesse an dem, was der Text heute Bioprodukte nennt. Mehr als 200 Bauern arbeiteten dort, unter anderem vom Lohn angezogen. Obst, Weinreben, Bienenstöcke und Tiere trugen zur Versorgung des Haushalts und der Arbeiter bei. Über die Produktion hinaus plante Aurel den Ausbau des Gemüseanbaus im Bărăgan, Veröffentlichungen für Anbauer, Schulgärten und die praktische Ausbildung junger Agraringenieure.

Ein Tag auf der Musterfarm Perieți

Historische Fotografie von Menschen neben Maschinen und Strohhaufen.

Essenspause neben der Dreschmaschine im Jahr 1936 — ursprüngliche Bildunterschrift.

Ein ausführlicher Teil des Artikels rekonstruiert den Alltag: die Arbeit mit Traktoren, die Haushaltsführung, den Garten mit Hunderten Irisarten und Lelias Musik. Im Mittelpunkt dieser Szenen stehen Leana, die Köchin Irma und die junge Manda, der die Hausschlüssel anvertraut worden waren. Zurückhaltend werden Ileanas Liebesgeschichten, Besuche aus Bukarest und die Großzügigkeit der Familie gegenüber den Dorfbewohnern geschildert: Feste, Taufen, Kleidung und Schuhe für Bedürftige.

Die Großgrundbesitzerbestie

Historische Fotografie einer Frau mit einem Jungen.

Lelia mit ihrem Sohn Șerban im Jahr 1935 — ursprüngliche Bildunterschrift.

Anhand von Mandas Erinnerungen beschreibt die Reportage die Zerstörung der Farm in den Jahren 1948–1949: den Druck auf Ileana, ihre Flucht, die Verwüstung der Gebäude und die Wegnahme von Eigentum. Der Autor arbeitet den Gegensatz zwischen der früheren Unterstützung für das Dorf und der später gegen die Familie gerichteten Gewalt heraus.

Der Text berichtet von Aurels Verurteilung zu acht Jahren Kanalarbeit, seiner Freilassung nach sieben Jahren und seiner anschließenden Tätigkeit als Anstreicher, obwohl seine Englischkenntnisse weiterhin gefragt waren. Er erinnert an seinen Tod 1967 und an die weiterhin von Lelia verlangten Zahlungen im Zusammenhang mit Devisen, über die Aurel nach Darstellung der Behörden verfügt haben soll.

Die Ruinen

Gemälde einer Frau, die einen Blumenstrauß hält.

Selbstporträt — Identifizierung des Gemäldes im Originalmaterial.

Der Schluss kehrt zur verfallenen Farm zurück: beschädigte Gebäude, Lelias übermaltes Fresko und Materialdiebstähle. Lelia, die nie nach Perieți zurückkehrte, wird als bis ins hohe Alter malend in Erinnerung gerufen. Der Artikel endet mit Ileanas Rückgewinnung des Landes und der Überführung der Farm in das nationale Kulturerbe. Die Themen Erinnerung und Wiedergewinnung eines landwirtschaftlichen Modells bleiben offen.

Quelle der Reportage und der fotografischen Identifizierungen: Cătălin Manole, Formula AS, „Grădina pierdută“, 25. Mai 2020.

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