
Bauern und die Pandemie
In der Reportage „Țăranii și pandemia“, die am 6. Mai 2020 in Formula AS erschien, spricht Cătălin Manole mit Erzeugern aus der Gegend von Orăștie über Direktverkauf, Hauslieferungen und landwirtschaftliche Arbeit während des Notstands. Diese Darstellung fasst die Themen und Aussagen des Originalartikels zusammen.

Ausgehend von Beispielen der Solidarität mit örtlichen Erzeugern in Frankreich und der in Ciugud eingerichteten Online-Plattform verfolgt der Autor die Ausbreitung virtueller Märkte in Rumänien. Er beschreibt seine eigene Bestellung von frischem Grünzeug über die Gruppe „Erzeuger aus der Gegend von Orăștie“: frische Lebensmittel bis ans Tor, für 40 Lei einschließlich Transport. Die Reportage verbindet den Zugang der Käufer zu örtlichen Lebensmitteln mit dem Bedürfnis der Bauern, ihre Arbeit fortzusetzen.
Hof Lucan: Solidarität mit den Erzeugern

Mariana Lucan und ihr Mann — Identifizierung aus der ursprünglichen Bildunterschrift.
Auf dem Familienhof in Tămășasa erklärt Mariana Lucan den Wechsel vom Markt zu Telefon- und Online-Bestellungen, die auch jüngere Kunden bringen. Die Familie stellt Milchprodukte her und versorgt 17 Kühe, 115 Schafe und sechs Sauen, unterstützt von ihrer Schwiegermutter. Lieferungen erfordern zusätzliche Fahrten, stützen aber den Absatz. Sie befürchtet sinkende Einkommen der Käufer und erwägt Preisanpassungen; sie fordert Solidarität mit den Erzeugern zum Nutzen beider Seiten.
Legume Beriu: ein Familienbetrieb

Kulturen im Folientunnel — das Legume Beriu in der Quelle zugeordnete Bild.
Alina Nicula und ihre Familie bauen in Beriu im Kreis Hunedoara Saisongemüse an und liefern vorab zusammengestellte Bestellungen aus. In der Schilderung von 2020 betrug die Liefergebühr fünf Lei. Ältere Menschen und Familien mit Kindern nutzten diesen Dienst angesichts der Reisebeschränkungen. Auf einem halben Hektar wollte die Familie ihre Folientunnel ausweiten und damit eine bereits vor der Revolution von den Eltern ausgeübte Tätigkeit fortsetzen. Die Zuversicht hinsichtlich des Online-Handels ist mit der Forderung nach staatlicher Unterstützung für kleine Erzeuger verbunden.
Peșteans Folientunnel: fehlende Arbeitskräfte

Tiberiu Peștean im Folientunnel — ursprüngliche Bildunterschrift.
Für Tiberiu Peștean, der auf zertifiziertes Biogemüse umstellte, war die Suche nach Erntehelfern das Hauptproblem. Bestellungen gab es, auch von Supermärkten; für die schnelle Vorbereitung von 8-9 Tausend Radieschenbunden wären jedoch drei Arbeitskräfte nötig gewesen. Er verglich den möglichen Verdienst mit dem in Deutschland und betonte, wie schwer es ohne genügend Personal sei, große Mengen zu liefern. Der Wechsel von Frühjahrs- zu Sommerkulturen und die für das Folgejahr geplante Zertifizierung vervollständigen das Bild einer trotz Pandemie fortgesetzten Tätigkeit.
Hof Voinea: Kontinuität und Zusammenarbeit

Auf Ileana Voineas Hof — Identifizierung aus der Quelle.
In Pricaz erzählt Ileana Voinea von Online-Bestellungen, der Unmöglichkeit, Lämmer zum katholischen Osterfest nach Italien zu schicken, und Gesprächen mit Landwirtschaftsministern. Sie hatte die Lösung von 12 Problemen der Bauern verlangt und kritisierte die fehlenden Ergebnisse. Mit 800 Schafen und 100 Kühen setzte die Familie die tägliche Versorgung fort, während der 22-jährige Sohn an der Seite seiner Eltern arbeitete. Gemeinsam mit fünf weiteren Bauern bereitete sie eine Genossenschaft vor und erwähnte auch die damit verbundene Steuerbefreiung. Ihre Aussage drückt Vertrauen in die Landwirtschaft und die Zukunft der Familie aus, ohne die Härte der Arbeit zu verbergen.
Quelle der Schilderungen und Bildidentifizierungen: Cătălin Manole, Formula AS, „Țăranii și pandemia“, 6. Mai 2020. Situationen und Sichtweisen entsprechen den damals in der Reportage festgehaltenen Aussagen.



