
Warum die EU Subventionen für das Verbrennen von Bäumen stoppen muss: ein politischer Fehler, der korrigiert werden muss
Positionspapier einer internationalen Koalition von 44 Nichtregierungsorganisationen, darunter Agent Green (September 2026)
Bukarest, 24. September 2026 – Agent Green veröffentlicht gemeinsam mit einer internationalen Koalition von 44 Nichtregierungsorganisationen das Positionspapier „Warum die EU Subventionen für das Verbrennen von Bäumen stoppen muss: ein politischer Fehler, der korrigiert werden muss“. Das vollständige, 20-seitige Dokument ist auf Englisch verfügbar.
Dem Papier zufolge bewirken die Ziele und Anreize zur Holzverbrennung in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) und im EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) Folgendes:
- Sie verschärfen die Klimakrise – das Verbrennen von Holzbiomasse setzt mehr CO₂ frei als Kohle, doch ihre Emissionen werden im EU-ETS weiterhin mit null angesetzt;
- Sie schaden Wirtschaft und Energiesicherheit – fast die Hälfte des in der EU eingeschlagenen Holzes wird zur Energiegewinnung verbrannt, wodurch die Holzpreise für Industrie und Haushalte steigen;
- Sie beschleunigen den Verlust der Biodiversität und die Zerstörung von Wäldern – Subventionen belohnen das Fällen jedes Baums, auch solcher, die zuvor keinen kommerziellen Wert hatten;
- Sie verschlimmern die Luftverschmutzung – in Städten, Bergregionen und ländlichen Gebieten.
Die Koalition fordert, diese Anreize im europäischen Klima- und Energiepaket für die Zeit nach 2030 abzuschaffen, indem:
- Holzbiomasse aus der Liste der erneuerbaren Energiequellen in der RED ausgeschlossen wird;
- die Nullbewertung der Emissionen von Holzbiomasse im EU-ETS beendet und stattdessen die tatsächlichen Emissionen erfasst werden.
Die eingesparten öffentlichen Mittel könnten in Energieeinsparungen (insbesondere Gebäudedämmung), Energiespeicher und Netzausbau, die Wiederherstellung von Waldökosystemen und Dauerwaldwirtschaft anstelle von Kahlschlägen fließen.
Lesen Sie auch die Pressemitteilung von Agent Green (auf Rumänisch) zur Übermittlung des Dokuments an die europäischen Umweltminister und an Rumäniens Ministerin für Umwelt, Wasser und Wälder, Diana Buzoianu.
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