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Eine Gruppe von Menschen vor einem Holzgebäude.

Friedenspark in den Karpaten

NationalparksBildung

Unter all die düsteren Gedanken, die ich vor zwei Jahren am Tag des Kriegsbeginns hatte, mischte sich auch ein heller Gedanke. Daraus entstand eine Idee. Und diese Idee wurde gemeinsam mit Menschen, die an Frieden und Zusammenarbeit glauben, zu einem Aktionsplan. Die Idee heißt Bucovina Peace National Park.

Gemeinsam mit diesen wunderbaren Menschen habe ich die Karpaten, die sich die Ukraine und Rumänien in der Region Bukowina teilen, zu Fuß erkundet. Ich habe gesucht und gefunden, was uns verbindet, statt dessen, was uns trennt. Ich habe das Gebiet von wissenschaftlichem und kulturellem Wert für den künftigen Park ermittelt. Ich habe die Professoren der naturwissenschaftlichen Fachbereiche der Universitäten in Czernowitz und Suceava einbezogen. Ich habe Mitglieder der Verwaltung der Schutzgebiete in der Ukraine zusammengebracht. Ich habe mit den örtlichen und zentralen Behörden beider Länder gesprochen.

Bei einem bilateralen Treffen im vergangenen Jahr sagte Herr Mircea Fechet, Rumäniens Umweltminister, dass der Friedenspark eine sehr gute Idee sei. Die Vertreter des Verkehrsministeriums waren zunächst zurückhaltend, ließen sich aber davon überzeugen, dass der Park die geplante Infrastruktur nicht behindern würde. Wie könnten Touristen aus aller Welt den Park besuchen, wenn es in seiner Umgebung keine Straßen-, Strom- und touristische Infrastruktur gäbe?

Ich habe einige der örtlichen Gemeinschaften in beiden Ländern besucht, und alle sind von der Idee des Parks sehr begeistert. Sie sehen darin eine Chance, die Natur zu schützen, damit sie ihnen weiterhin die benötigten Ressourcen bieten kann, und zugleich Touristen anzuziehen, um ihre Einkünfte durch die Dienstleistungen und Produkte aufzubessern, die diese in der Gegend in Anspruch nehmen und konsumieren werden.

Derzeit arbeiten wir an der Studie zur wissenschaftlichen Begründung des Parks und an der Unterzeichnung eines MOU (memorandum of understanding), das von allen beteiligten Akteuren unterzeichnet werden muss. Der Friedenspark ist ein äußerst komplexes und sensibles Projekt. Er ist ein perfektes Beispiel für ökologische Diplomatie, die von nichtstaatlichen Akteuren ausgeht und nach und nach auch die staatlichen Akteure einbezieht, ohne die der Park nicht eingerichtet werden kann.

Wir hoffen, dass sich uns möglichst viele Unterstützer, Partner und Botschafter bei diesem positiven Vorhaben anschließen werden.

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