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Zwei Männer und ein Hund im Wald neben dem in den Schnee geschriebenen Wort „PACE“.
Pressemitteilungen

Der Friedensnationalpark

Suceava, 31. März 2022 — Agent Green hat die Initiative ergriffen, um die notwendigen Voraussetzungen für den künftigen Friedensnationalpark in Waldgebieten an der Grenze Rumäniens zur Ukraine zu schaffen. Zugleich hat sich die Umweltschutzorganisation zum Ziel gesetzt, den Friedenspfad anzulegen: einen Weg durch die gesamte Karpatenkette, von Tschechien bis nach Serbien und durch Polen, die Slowakei, die Ukraine und Rumänien.

„Die Idee kam mir in der ersten Woche nach Kriegsausbruch, als die traurigen Nachrichten nicht abrissen und mich alles sehr beschäftigte. Ich dachte, dass Menschen und Tiere einen Ort brauchen, an dem sie sich sicher und im Einklang mit der Natur fühlen, sich erholen und neue Kraft schöpfen können. Die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen können schon jetzt vorbereitet werden, während wir auf den Frieden und die Stabilität warten, die wir uns alle wünschen. Also setzte ich mich sofort mit Marcel Mîndrescu, Doktor der Geografie an der Universität Suceava, in Verbindung, um Karten zu studieren und vor Ort das am besten geeignete Gebiet in Suceava zu finden. Denn in Maramureș wurden die Wälder massakriert, und es ist kaum noch etwas übrig, das wir schützen können“, sagte Gabriel Păun, Vorsitzender von Agent Green.

Ein Nationalpark, insbesondere ein grenzüberschreitender, ist die beste Investition für Natur, Menschen und Biodiversität, zumal wir zahlreichen Gefährdungen durch den gegenwärtigen und prognostizierten Klimawandel gegenüberstehen. Ein grenzüberschreitender Park eröffnet eine bessere Zusammenarbeit zwischen Staaten, zunächst beim Schutz und Erhalt von Umwelt und Wildtieren. Daraus können weitere Möglichkeiten und Kooperationen zum Nutzen der örtlichen Gemeinschaften und der Bevölkerung insgesamt entstehen.

„Das obere Einzugsgebiet der Suceava auf rumänischem Gebiet im Süden und ukrainischem Gebiet im Norden eignet sich für ein solches grenzüberschreitendes Schutzgebiet, einen Park der guten Nachbarschaft und des Friedens in dieser Region. Ein Ort für den Schutz und Erhalt der Natur und der Wildtiere, aber auch für die menschlichen Gemeinschaften in diesem Gebiet, in dem Rumänen, Ukrainer und Huzulen leben. Die charakteristischen Naturlandschaften mit ihren sanften, als Obcine bezeichneten Bergrücken, den dichten Fichten- und Laubwäldern an sonnigen Hängen und den wilden Flüssen werden von den huzulischen und rumänischen Gemeinschaften beiderseits der Grenze belebt“, sagte Marcel Mindrescu, Doktor der Geografie, Professor an der Universität Suceava und Vertreter des Verbands für angewandte Geografie Geoconcept.

Zwei Männer und ein Hund im Wald neben dem in den Schnee geschriebenen Wort „PACE“.

Foto: Marcel Mîndrescu (rechts), Silva (Mitte), Gabriel Păun (links)

Der Friedensnationalpark wird ein Raum zum Schutz der Biodiversität, zum Erhalt sauberen Wassers, zur Würdigung ländlicher Architektur, zum Erhalt jahrtausendealter Natur- und jahrhundertealter Kulturlandschaften sowie zur Förderung ethnischer Vielfalt, von Traditionen, Bräuchen, Handwerk, Trachten, traditioneller Kultur und Gastronomie sein. Ein Raum, der das Wertvollste des von den beiden befreundeten Nachbarstaaten geteilten Karpatenraums bewahrt und fördert.

„An der Schnittstelle atlantischer, baltischer und östlicher Klimaeinflüsse wird das ausgewiesene Gebiet äußerst wichtig für die Untersuchung vergangener und gegenwärtiger hydroklimatischer Schwankungen und die Entwicklung möglicher künftiger Klimaszenarien. Die gemeinsame nachhaltige Bewirtschaftung des oberen Suceava-Einzugsgebiets zum Schutz der Wasserressourcen und zur Abmilderung extremer hydrologischer Ereignisse — Überschwemmungen — lässt sich grundsätzlich in einem grenzüberschreitenden Nationalpark viel leichter erreichen. Außerdem hätten die örtlichen Gemeinschaften in diesem Zusammenhang bessere Möglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung durch Nutzung, Verarbeitung und Verwertung verschiedener örtlicher Ressourcen aus den dafür zugelassenen Gebieten — Holz, Waldfrüchte, Pilze, Heilpflanzen usw. Eine solche Initiative kann als Vorbild für weitere künftige Kooperationen zwischen den mittel- und osteuropäischen Staaten dienen, insbesondere denen, die sich den Karpatenraum teilen: Tschechien, Polen, die Slowakei, Ungarn, die Ukraine, Rumänien und Serbien, durch Projekte für eine transkarpatische Tourismusinfrastruktur“, ergänzte Mîndrescu.

„Auch beim Kreisrat Suceava stieß unsere Idee auf Offenheit. Dort wird der Park als Chance zur Öffnung für Öko- und Agrotourismus im Gebiet Izvoarele Sucevei gesehen. Im nächsten Schritt brauchen wir eine Partneruniversität in der Ukraine sowie die Behörden des Nachbarlandes. Zum Friedenspfad kann ich Ihnen sagen, dass ein Naturbegeisterter diesen Monat bereits begonnen hat, ihn von Norden aus zu begehen. Er will ihn vollständig durchqueren und bis Ende Juli die Donau erreichen. Anschließend werden wir sehen, welche Route am besten ist“, schloss Păun.

Ein Friedenspark ist ein grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet, das sich über die Grenzen zweier oder mehrerer Staaten erstreckt und in dem die politischen Grenzen innerhalb des Parks aufgehoben sind. Dazu werden physische Grenzen wie eingezäunte Bereiche entfernt, sodass sich die dort lebenden Tiere und Menschen frei bewegen können. Um den unbefugten Grenzübertritt zwischen Staaten zu verhindern, bleibt um den Park herum jedoch gewöhnlich eine physische Grenze bestehen.

Der Erhalt traditioneller Wanderrouten von Tieren und die Sicherstellung ausreichender Nahrung und ausreichenden Wassers für das Populationswachstum sind der Hauptgrund für die Einrichtung von Friedensparks. Sie fördern auch Tourismus, wirtschaftliche Entwicklung und die Befriedung zwischen Nachbarstaaten und erleichtern natürlich den indigenen Menschen die Fortbewegung in diesem Gebiet.

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