
The Bear Right von Agent Green und Charlie Ottley: ungewöhnlicher Aufruf für ein neues Bärenschutzzentrum
BEAR RIGHT: EIN UNGEWÖHNLICHER AUFRUF FÜR EIN NEUES BÄRENSCHUTZZENTRUM IN RUMÄNIEN

4.11.2021 Agent Green ruft gemeinsam mit dem bekannten Fernsehproduzenten Charlie Ottley auf ungewöhnliche Weise zum Bau eines neuen Bärenschutzzentrums in Rumänien auf. Internationale Unternehmen sollen sich an der Kampagne Bear Right beteiligen, indem sie Urheberrechtsgebühren an Bären zahlen.
Wie wäre es, wenn Bären Urheberrechtsvergütungen bekämen? Bären haben zahlreiche Marken inspiriert, von Bier, Weichspüler und Kleidung bis zu Süßigkeiten und Getränken. In einer von Agent Green in sozialen Medien veröffentlichten Videoreihe fordert Charlie Ottley Marken, die das Bild oder das Wort „Bär“ in ihrer Identität verwenden, dazu auf, Urheberrechtsgebühren an Bären zu zahlen (bear right) und so ein neues Schutzzentrum in Rumänien zu ermöglichen. Unternehmen können zur Unterstützung von Bear Right online Kontakt mit einem Vertreter der Kampagne aufnehmen.
Für das Schutzzentrum werden vor allem Standorte in Kreisen mit den größten Bärenpopulationen erwogen, etwa Vrancea, Harghita, Mureș, Brașov oder Covasna. Das ausgewählte Gebiet müsste die Grundbedürfnisse der Bären erfüllen; die Natürlichkeit des Lebensraums spielt daher eine wesentliche Rolle. Es muss einen Mischwald mit Buchen, eine Wiese, fließendes Wasser und einen Teich umfassen. In diesem Schutzzentrum können Bären ihr natürliches Verhalten ausleben und Einrichtungen nutzen, die ihre körperliche Verfassung fördern und sie aktiv halten.
Das Programm soll auch die Rückkehr jener Bären in die Wildnis ermöglichen, die noch rehabilitiert werden können.
„Seit ich 2010 zum ersten Mal nach Rumänien kam, faszinieren mich seine Natur und seine reiche Tierwelt. Leider geht es den Populationen des Braunbären, eines großartigen, bedrohten Tieres, nicht gut. Wir Menschen sind weitgehend für die jüngsten Probleme verantwortlich, die durch Bären in unserer Umwelt entstehen, weil wir so beschäftigt damit sind, ihre Umwelt zu zerstören. Wenn wir ihr Gebiet vernichten, zwingen wir Bären, näher zu kommen … und wagen dann, ihnen die Schuld zu geben. Deshalb steht das Recht auf Leben im Mittelpunkt dieser Kampagne. Sie richtet sich zunächst an jene, die den Bären in ihrer Identität tragen, etwa im Namen oder im Logo. Wenn wir dem Bären seinen Anteil zahlen, zahlen wir für die Nachhaltigkeit der Umwelt, für unsere Zukunft“, erklärte Charlie Ottley.

Ziel der Kampagne ist ein Schutzzentrum, das zunächst 50 Bären rettet. In der ersten Phase sollen die erforderlichen 30 Hektar gesichert und Investitionen für die ersten 10 Bären gewonnen werden; die Gesamtkosten für Bau und Inbetriebnahme belaufen sich auf bis zu 10.000 Euro pro gerettetem Bären.
„Mit den Einnahmen aus den Urheberrechten für Bären wollen wir Tieren, die sonst erschossen würden, das Recht auf Leben kaufen. Ein ganzes Leben in Würde in einem neuen Schutzzentrum in ihrer natürlichen Umgebung für Bären, die die Behörden nicht vor dem Verlust ihres Lebensraums und der tödlichen Nähe zu Menschen bewahren konnten. Oder nach einiger Zeit zurück in die Natur, wenn ihre Rehabilitation noch möglich ist“, erklärte Gabriel Păun, Präsident von Agent Green.
Agent Green und Charlie Ottley wollen damit darauf aufmerksam machen, dass der Konflikt zwischen Mensch und Bär ohne Maßnahmen für Koexistenz und gegenseitige Anpassung sowie angesichts der Schädigung der Lebensräume ein beispielloses Ausmaß erreicht hat. Davon wird weiterhin nur die Trophäenjagd profitieren. Bildungsprojekte und ein Schutzzentrum sind Teil der Lösung für habituierte Bären, die inzwischen als an Menschen gewöhnt und gefährlich gelten.
Laut neuesten Forschungen zählt der Bär weltweit zu den am häufigsten in Unternehmensidentitäten vorkommenden Wildtieren, neben Haustieren wie Hunden, Katzen und Pferden. Nach offiziellen Statistiken ist er außerdem der beliebteste rumänische Familienname, der auf den Namen eines Tieres zurückgeht.
In Rumänien lebt weiterhin die bedeutendste Braunbärenpopulation Europas. Ihre Existenz ist jedoch vor allem durch schrumpfende natürliche Lebensräume bedroht, hinzu kommen Klimawandel, Verfolgung durch Menschen und Trophäenjagd. Der bekannteste Fall eines als Trophäe gejagten Bären ist der riesige Arthur, der dieses Jahr in einem Naturschutzgebiet im Kreis Covasna erschossen wurde, ein von Agent Green gemeldeter Fall.
Die zunächst an Unternehmen gerichtete und später auf Spenden von Privatpersonen ausgeweitete Initiative richtet sich an alle, die das Symbol der Karpaten, den Braunbären, unterstützen wollen. Jeder wird auf der dafür vorgesehenen Onlineplattform spenden können.
Archivhinweis: Der ursprüngliche Link zur Spendenplattform führte zu diesem Artikel zurück; das Ziel der Plattform konnte nicht wiedergefunden werden.
Das Projekt trägt gleichzeitig zum Kampf gegen den Klimawandel bei. Jedes Unternehmen hat zwangsläufig Tätigkeiten, die Treibhausgase freisetzen. Diese Emissionen können jedoch auch neutralisiert oder kompensiert werden, indem solche Projekte unterstützt werden, die Wälder erhalten, welche Kohlenstoff speichern und Sauerstoff produzieren.
Die gemeinnützige Kampagne wurde von der NGO Agent Green und der Agentur McCann PR+The New initiiert, mit Unterstützung des britischen Fernsehproduzenten Charlie Ottley, bekannt durch die Dokumentarreihe Wild Carpathia, die Rumänien weltweit bekannt machte.
Pressekontakt:
Victor Gavril, Account Manager McCannPR+
0730511256 | victor_gavril@mccannpr.ro

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