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Ein Hang mit gerodeten Flächen und Erdwegen neben einem Wald.
Pressemitteilungen

Agent Green kritisiert die Regierung wegen des verfehlten Ziels zum strengen Schutz der Nationalparks

Raubbau im Nationalpark Rodna-Gebirge #1

Bukarest, 12. Februar 2024 – Agent Green weist darauf hin, dass die rumänische Regierung ihr im Regierungsprogramm übernommenes Ziel zum strengen Schutz des Waldes in den 13 Nationalparks nicht erfüllt hat, deren Gesamtfläche nur 1% der Landesfläche ausmacht.

Die Umweltorganisation wird ab heute wöchentlich eine Reihe von 4 Reportagen veröffentlichen, die die Verwüstung im Nationalpark Rodna-Gebirge zeigen. Dort erhalten die Eigentümer jährlich fast 2 Millionen Euro Entschädigung dafür, dass sie den Wald wachsen lassen.

Die heute veröffentlichte erste Reportage zeigt die Kahlschläge im Park auf dem Gebiet des privaten Forstbezirks Someș-Țibleș im Kreis Bistrița-Năsăud. Ein ganzer Hang mit altem Laub- und Nadelmischwald wurde dem Erdboden gleichgemacht. Zahlreiche neue, dicht beieinanderliegende Forststraßen wurden ohne Genehmigungen angelegt. Ihre Breite erreicht sogar 10 Meter, wie bei einer Nationalstraße. Für ihren Bau wurden sogar Felshänge zerstört. Die Bodenerosion reicht 1-2 Meter tief. Die abgeholzten Flächen haben sich nicht nur nicht regeneriert, sondern sind nun starker Erosion ausgesetzt.

Herr Mihail Mureșan, Leiter dieses Forstbezirks, weiß von keinem Problem und sieht keinen Grund, den Nationalpark streng zu schützen. Er sagt, er werde eine Kontrolle veranlassen und bei Bedarf werde man die Erde mit Körben zurücktragen.

„Das Hauptziel eines Nationalparks sind der Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökotourismus. Ich verstehe weder, was man schützt, wenn man den Wald abholzt, noch, was ein Tourist dann noch sehen könnte. Ich verstehe auch nicht, warum die Regierung versprochen hat, die Nationalparks streng zu schützen, wenn die Verantwortlichen sie schlechter behandeln, als gewöhnliche Wälder zur Holzproduktion gepflegt werden sollten. Die Menschen, die in Rodna Bäume fällen, scheinen etwas gegen den Wald zu haben. Sie haben Verwüstung hinterlassen“, sagte Gabriel Păun, Präsident von Agent Green.

„Ich habe Hunderte Nationalparks auf allen Kontinenten zu Fuß durchquert. Ich habe dort noch nie Holzeinschlag gesehen. Der Standard ist überall auf der Welt gleich, außer in Rumänien. Von Yellowstone bis zum Great Ottway National Park sieht man keinen einzigen Baumstumpf. Man lässt die Bäume wachsen und die Generationen auf natürliche Weise aufeinanderfolgen, ohne menschliche Eingriffe“, fügte Păun hinzu.

Sehen Sie das Interview, das Gabriel Păun mit David Mattson geführt hat, einem promovierten Naturwissenschaftler, der seine Laufbahn dem Schutz der Tierwelt im Yellowstone-Nationalpark gewidmet hat. Dr. Mattsson arbeitet seit 1979 in der Verwaltung des berühmten Parks und erklärt, dass es keinen Sinn ergibt, in Nationalparks Bäume zu fällen.

Agent Green hat bereits vor 4 Jahren in der Reihe „Ein nationales Massaker“ auf den Holzeinschlag in Rodna aufmerksam gemacht, doch dieses Mal sind die Einschläge völlig außer Kontrolle geraten. Die Organisation hat auch den Bestimmungsort des eingeschlagenen Holzes verfolgt und festgestellt, dass es für große Konzerne statt für die örtlichen Gemeinschaften bestimmt ist. Die nächsten drei Reportagen werden den Weg des Holzes, die missbräuchlichen Einschläge auf dem Gebiet anderer Forstbezirke im Park sowie die schwache Reaktion der Behörden auf die aufgezeigten Rechtsverstöße darlegen.

Weitere Informationen zur tragischen Lage der rumänischen Nationalparks finden Sie hier.

Pressekontakt: office@agentgreen.org

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